Tuesday, September 20, 2005
er schloß die augen, würgte und zog den schleim hoch, der ihm wie ein glibbriger teppich im hals lag. er legte den kopf leicht in den nacken und ließ ihn dann ein wenig nach vorne schnellen, während er ausspuckte. ein speichelfaden lief ihm vom mundwinkel das kinn herunter. geistesabwesend wischte er sich mit mit seinem hemdsärmel über den mund. der feuchte auswurf verklumpte auf dem boden mit der staubigen erde. er musste immer spucken, wenn er so lange und mit weit ausholenden schritten ging, dass ihm die anstrengung in schweißperlen auf die stirn geschrieben stand und er nicht mehr genügend luft durch die nase bekam. rasselnd ging der atem durch den leicht offenstehenden mund und der speichel im mund war klebrig und ließ sich nicht runterschlucken, dann musste er husten und spucken.
so war es schon immer gewesen, auch als er als kleiner junge neben seinem vater, der festen schritts und immer nach vorn gerichtetem blick voranging, entlanglief, die augen immer ein bisschen zusammengekniffen vor anstrengung und mindestens doppelt so viele schritte brauchend für den gleichen weg. nur das husten und der schleim, die waren damals noch nicht dabei. und der schweiß war nicht so schwül, dünstend und glitschig, sondern erfrischend und ganz geruchlos, beinahe wie die kleinen bergbäche, an denen sie so oft vorbei gingen und von denen sie manchmal einen kleinen schluck tranken, wenn das mitgebrachte wasser in den feldflaschen schon zu warm geworden war von der sonne.
[more to come. soon.]
I-caught-a-butterfly at 9:45 PM